fab*education: Symposium zum Thema FabLab & Bildung vom 15.-17.06.2012

Mit einer Idee kommen – mit einem Produkt gehen

Schon vor der offiziellen Vereinsgründung von FabLab Bremen e.V. gab es in Bremen außerordentliche Aktivitäten im Bereich FabLab.

So wurde im Juni 2012 die fab*education, ein Symposium zum Thema FabLab und Bildung, in Bremen veranstaltet.

 

Erste Maschinen, Materialien und Software standen an der Universität Bremen zur Verfügung, um zu zeigen, wie jeder Projekte in die Hand nehmen und Unikate realisieren kann. Im Mittelpunkt stand dabei ein internationales Symposium, auf dem die Möglichkeiten digitaler Fabrikation diskutiert wurden. Zudem gab es eine Ausstellung mit kreierten Objekten und Produkten sowie Workshops für Kinder und Jugendliche.

Ein vielversprechender Ansatz, um junge Menschen auf kreative Weise an neue Technologien heranzuführen, ist das am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA entwickelte Werkstattkonzept der öffentlich zugänglichen Fabrication Laboratories, kurz FabLabs. Das Konzept: Du kommst mit einer Idee und gehst mit einem Produkt. Möglich wird dies durch einen Maschinenpark digitaler Fabrikationsmaschinen. Ob einfache, dreidimensionale Objekte oder hochkomplexe, interaktiv steuerbare Produkte: Kinder und Jugendliche sowie Profis aus verschiedenen Berufsgruppen können am Computer individuelle Projektentwürfe generieren und daraus reale Gegenstände jeglicher Art fertigen.

FabLabs gibt es bereits als dauerhafte Einrichtungen in Städten wie Aachen, München oder Groningen. „Das ist auch unser Ziel für Bremen“, sagt Mitorganisator Karsten Joost vom FabLab Projekt Bremen. So fanden sich mit dem Technologie-Zentrum Informatik und Informationstechnik (TZI) der Universität Bremen, dem Verein Rapid Prototyping Zentrum, der Architektenkammer, der Wirtschaftsförderung Bremen im Rahmen des Projektes Creative City Challenge und Unternehmen, wie Elko oder die BEGO Bremer Goldschlägerei, zahlreiche Partner zusammen, um in der Zeit vom 15. bis 17. Juni 2012 zunächst ein kleines temporäres FabLab im Innenhof des TAB-Gebäudes der Universität Bremen, Am Fallturm 1, einzurichten.

Der einfache Zugang zu Hard- und Software im FabLab schafft die Voraussetzung, Bildung für alle und insbesondere auch für junge Menschen, im Bereich schulischen und außerschulischen Lernens, zu ermöglichen. „Genau aus diesem Grund braucht Bremen ein dauerhaftes FabLab. An diesem Ort können Schüler und Auszubildende sich auf praktische Weise den Themen Technik und Kreativität nähern: selber machen als Alternative zum passiven Konsumieren oder als passende Ergänzung zum herkömmlichen Unterricht“, sagt die TZI-Professorin und Konrektorin für Lehre und Studium Heidi Schelhowe. So entwickeln Schüler und Auszubildende ein Objekt eigenständig und erwerben dabei technische Kompetenzen und Interessen, die sie als Fachkräfte von morgen dringend benötigen und die bei vielen Unternehmen gefragt sind. Gerade in den MINT-Fächern gibt es aktuell ein großes Nachwuchsproblem.